Beim Amphi zählen

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Bei den femgeeks hat Helga den Artikel Frauen zählen! geschrieben. Dabei ging es vor allem um die Initiative, die bei 50 Prozent sammelt, wie viele Frauen an Veranstaltungen teilnehmen.

In dem Artikel verweist Helga auch auf das Musikerinnennetzwerk female:pressure, welches u.a. Frauenanteile in der elektronischen Musik visualisiert.

Vor der eigenen Türe kehren

Da habe ich mal überlegt wie das eigentlich in der schwarzen Szene so aussieht. Insgesamt würde ich wetten, dass auch in der schwarzen Szene zu einem großen Teil Musik von Typen gemacht wird. Aber das lässt sich ja abklären. Zwar kann ich das nicht für die komplette Szene überprüfen, aber warum nicht einfach mal einen Blick auf das Festival der Wahl werfen?? Also mal beim Amphi-Festival nachschauen, wer so spielt und wer bei den Acts so mitmacht.

Dabei gibt’s mehrere Probleme: die Zuordnung in zwei Geschlechter, die Kriterien für die Zuordnung, das Wissen wer bei welchem Act so dabei ist usw. Ich habe jeweils die Beschreibungsseite der Band, die Webseite der Band und/oder die Wikipediaseite der Band abgesucht um Anhaltspunkte zu finden. Je nachdem was ich gefunden habe, habe ich ein Geschlecht zugewiesen. Noch mal deutlich: Das Geschlecht der Personen, wurde von mir zugewiesen und muss mit der Realität nichts zu tun haben.

Nach meiner Zusammenstellung komme ich auf 108 Männer, 17 Frauen und drei oder vier Personen, die ich nicht zuordnen konnte. Bei angenommenen 129 Personen die auftreten kommen wir auf:

  • Männeranteil: 83%
  • Frauenanteil: 13%

Das könnte echt endlich mal besser werden…

Aufschlüsslung

Hier die genaue Aufschlüsslung. Bei Fehlern bitte verbessern.

Agonoize

  • Chris L. (m)
  • Mike J. (m)
  • Oli S. (m)

Alien Sex Fiend

  • Nic Wade (m)
  • Christine Wade (f)

A Life Divided

  • Auf dem Bild sind fünf Typen zu sehen

Atari Teenage Riot

  • Alec Empire (m)
  • Nic Endo (f)
  • CX KiDTRONiK (m)
  • Rowdy Superstar (m)

Christian von Aster

  • Christian von Aster (m)

DE/VISION

  • Steffen (m)
  • Thomas (m)

Marc Benecke

  • Marc Benecke (m)

Dunkelschön (Flash)

  • Vanessa (f)
  • Moni (f)
  • Michael (m)
  • Christian (m)
  • Nicolas (m)
  • André (m)
  • Berni (m)

Escape With Romeo

  • Thomas Elbern (m)
  • Martin Pott (m)
  • Frenzy (m)

FabrikC

  • FabrikC (Th. Berger) (m)

Faderhead

  • Faderhead (m)

Frozen Plasma

  • Felix Marc (m)
  • Vasi Vallis (m)

Funker Vogt

  • Jens Kästel (m)
  • Gerrit Thomas (m)
  • (René Dornbusch) (m)

Grendel

  • Mel Allezbleu (f)
  • S42H (Sascha Pniok) (m)
  • VLRK (JD Tucker) (m)

Phillip Boa & The Voodooclub

  • Phillip Boa (m)
  • Pia Lund (f)
  • Maik T. (m)
  • Moses Pellberg (m)
  • Toett (Detlef Götte) (m)
  • Oliver Klemm (m)

Solitary Experiments

  • Dennis Schober (m)
  • Michael Thielemann (m)
  • Steve Graeber (m)
  • Frank Glaßl (m)

Stahlmann

  • Mart (m)
  • Tobi (m)
  • AblaZ (m)
  • Niklas Kahl (m)

Suicide Commando

  • Johan Van Roy (m)

Tanzwut

  • Teufel (m)
  • Der Zwilling (m)
  • Martin Ukrasvan (m)
  • Shumon (m)
  • Pyro (m)
  • Thrymr (m)
  • Oually (m)

VNV Nation

  • Ronan Harris (m)
  • Mark Jackson (m)

Welle: Erdball

  • Hannes “Honey” Malecki (m)
  • Alf “A.L.F.” Behnsen (m)
  • Fräulein Venus (f)
  • Plastique (f)

Wesselsky

  • Alexander Wesselsky (m)

Xotox

  • Andreas Davids (m)

Alice Neve Fox

  • Elena Alice Fossi (f)
  • Kyoo Nam Rossi
  • Andrea Artusi (m)
  • Johannes Berthold (m)

Anne Clark

  • Anne Clark (f)

Ben Ivory

  • Ben Ivory (m)

Classic & Depeche

  • Lars Arnold (m)

Chrom

  • Christian Marquis (m)
  • Thomas Winters (m)

Diary of Dreams

  • Adrian Hates (m)
  • Gaun:A (m)
  • Dejan (m)
  • Torben Wendt (m)
  • Flex (m)

Die Form

  • Philippe Fichot (m)
  • Éliane P. (f)

Faun

  • Oliver Pade (m)
  • Niel Mitra (m)
  • Fiona Rüggeberg (f)
  • Rüdiger Maul (m)
  • Sonja Drakulich (f)
  • Stephan Groth (m)

Fields of the Nephilim

  • Carl McCoy (m)

Letzte Instanz

  • Holly (m)
  • Holly D. (m)
  • M. Stolz (m)
  • Benni Cellini (m)
  • Oli (m)
  • Michael Ende (m)
  • David Paetsch (m)

Icon of Coil

  • Andy LaPlegua (m)
  • Sebastian Komor (m)
  • Christian Lund (m)

Peter Heppner

  • Peter Heppner (m)

Oomph!

  • Dero Goi (m)
  • Andreas Crap (m)
  • Robert Flux (m)

Rosa+Crvx

  • Oliver Tarabo (m)
  • Claude Feeny (m)
  • Hugo Lafitte (m)
  • Benjamin Canu (m)
  • Bam
  • Rosa+Chordis
  • Juliette Bates (f)
  • Marianne Lachaux (f)

Santa Hates You

  • Peter (PS) Spilles (m)
  • Jinxy (f)

The Beauty of Gemina

  • Michael Sele (m)
  • Mac Vinzens (m)
  • David Vetsch (m)
  • Dennis Mungo (m)

Tyske Ludder

  • Claus Albers (m)
  • Olaf A. Reimers (m)
  • Ralf Homann (m)

Umbra et Imago

  • Mozart (m)
  • Freddy Stürze (m)
  • Sascha Danneberger (m)
  • Madeleine Le Roy (f)

X-RX

  • Pascal „Cyrex“ Beniesch (m)
  • Jan „Sine-x“ Teutloff (m)

Gothic-CC Musik IV

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Nach langer Zeit mal wieder ein wenig Musik auf die Ohren. Diesmal in der CC-Kiste: Post-Punk

Die niederländische Band Vandel hat sich unter großen Anstrengungen den Namen “Demo-EP” für ihre neue, bei Zorch Factory Records erschienene, Demo-EP ausgedacht. Die Stärke von Vanel liegt nicht bei der Namensgebung der Platte, sondern in der Musik. Auch wenn ich nicht immer von der Stimme von Marco van Delden überzeugt bin.

Zwar reicht die Band (noch) nicht an Vorbilder wie The Cure oder Joy Division heran, aber es bleibt: Schöne Musik unter Creative Commons BY-NC-ND.

Kleiner Werbeblock

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Gleich vorab, es handelt sich bei diesem Post um einen Werbepost. Mit diesem Post werde ich einen weiteren Monat blackVPN nutzen können und das kostenlos.

Ich habe jetzt einen Monat lang blackVPN genutzt und bin ziemlich zufrieden. Im Grunde mache ich damit zwei Sachen.

  1. Wenn mir Youtube sagt, dass ich das Video leider nicht schauen kann, weil GEMA und so, dann schalte ich das VPN ein. Denn dann wähle ich nicht von mir aus Youtube an, sondern mache einen kleinen Umweg über Litauen. Scheinbar scheint es die GEMA dort nicht zu geben und ich kann das Video schauen ;)

  2. Ich nutze Grooveshark sehr gern. Ein Musik-Streamingdienst, der sein Angebot nicht mehr für die BRD zur Verfügung stellt, wegen der Forderungen der… … GEMA. So sagt es zumindest Grooveshark. Hier gilt das gleiche Prinzip. Ich knipse das VPN an, habe eine litauische IP-Adresse und kann Grooveshark ohne Probleme benutzen. Ich kann es sogar nach dem ersten Laden der Seite wieder ausknipsen.

Das alles funktioniert auf allen meinen i-Devices (wenn diese sich nicht gerade selbst töten) und auf dem Mac. Soweit ich das sehen kann, geht es aber auf allen anderen Plattformen auch. Eigene Erfahrungen habe ich da nur mit einem Ubuntu, auf dem es auch ohne Probleme lief. BlackVPN stellt aber selbst sehr gute Anleitungen zum Einrichten bereit.

Der Spaß kostet aber Geld. In meinem Fall hat mich der eine Monat 5€ gekostet. Sollte ich die weiter übrig haben, ist es da für mich gut angelegt.

Die kleinen Nettigkeiten, die das Schreiben erleichtern können

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Während ich meine Diplomarbeit (auf dem Mac) geschrieben habe, habe ich ein paar Tricks angewandt, um mir ein wenig Arbeit abzunehmen. Vor allem Textexpander war dabei eine große Hilfe. Textexpander lauscht im Hintergrund und wenn bestimmte Auslöser getippt werden, dann wird der Text nach vordefinierten Regeln ersetzt. So wird aus:

,,vgr -> Viele Grüße, Markus 

Die beiden Kommata stehen davor, damit nicht jedes vgr, was vielleicht mal getippt wird, umgewandelt wird. Für meine Arbeit hat sich da angeboten ,,eidg durch Enquete Kommission Internet und digitale Gesellschaft zu ersetzen. Gleich mehr als 10 Zeichen zu tippen gespart und sicher auch keine Fehler eingebaut.

Zitieren

Noch besser wird es im Umgang mit digitalen wissenschaftlichen Quellen, denn Textexpander kann auch die Zwischenablage mit einbeziehen. Wenn ich also aus einer Quelle einen Text kopiere, kann ich diesen gleich mit Anführungszeichen und der Auszeichnung von Quellen versehen.

,,zit -> "Zitattext" ( , : S. ) Snippet: "%clipboard" ( , : S. )%< 

Das %clipboard fügt den Text in der Zwischenablage ein und %< stellt den Cursor einen Platz zurück, so dass sofort die Seitenzahl eingefügt werden kann. Damit fällt in der amerikanischen Zitierweise schon mal einiges an Arbeit weg. Außerdem wird die Wahrscheinlichkeit minimiert, dass ein Text in die Arbeit kopiert wird und die Markierung als Zitat vergessen wird. – Wogegen das nicht hilft, ist auch mal eine dieser Klammern leer stehen zu lassen ;)

Auch bei Vergleichen kann das helfen.

,,vgl -> (vgl. , : S. ) Snippet: (vgl. , : S. )%< 

Das Hirn ein wenig frei halten

Eines Abends, ein wenig im Schreibfluss, fiel mir auf, dass ich den gleichen Tippfehler immer wieder gemacht habe. Anstelle von UrheberInnen schrieb ich immer UhrheberInnen. Ich habe mich jedes Mal wieder geärgert und den Fehler bereinigt, bis ich mit ein Snippet angelegt habe, was aus UhrheberInnen einfach UrheberInnen gemacht hat. Sicher bin ich nicht den ‘harten’ Weg gegangen, aber wenn ich mich entscheiden muss, entweder für Schreibfluss oder die ganze Zeit genervt sein und Fehler korrigieren, dann doch lieber Schreibfluss. Denn die harte Tour spare ich mir für die Zeit auf, in der kein Abgabetermin steht.

Insgesamt lassen sich so für viele Situationen, in denen Text in einem Muster produziert wird, viele Snippets anlegen, die die Tipparbeit ein wenig verringern und den Kopf vom Tippen und den damit verbundenen Tippfehlern, frei halten. Leider ist der Spaß nicht günstig. Textexpander kostet regulär $34,95. Ich habe meine Lizenz aus einem Bundleverkauf. Es lohnt sich also schon ein wenig die Augen offen zu halten.

Alternativen

Es gibt aber auch Alternativen. Eine kurze Google Suche findet für Windows PhraseExpress. Für Linux scheint AutoKey einen Alternative zu sein. Außerdem lassen sich auf dem Mac einfache Textersetzungen auch über die Systemsteuerung machen. Unter “Sprache und Text” findet sich im Reiter “Text” eine Liste mit Ersetzungen, die selbst erweitert werden kann. So kann da aus “mfg” “Mit freundlichen Grüßen” werden. Das ist nur nicht ganz so flexibel und kompfortabel wie Textexpander.

Outliner im Browser

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Ich bin eine der Personen, die für Informationen gern Outlines benutzt. Also das hierarchische Anordnen von Informationen, quasi eine Gliederung. Outliner haben den Vorteil, dass sie Informationen ausblenden können, indem Hierarchieebenen zugeklappt werden (folding). Für den Mac nutze ich als native App den OmniOutliner der OmniGroup, der nicht gerade günstig ist. Es gibt zum OmniOutliner aber eine Alternative, die im Browser lebt, damit crossplatform daher kommt. Workflowy ist ein Webdienst, der in seiner Basisfunktionalität kostenlos daher kommt und einiges richtig macht. Pro-Accounts lassen sich für 5$ im Monat kaufen und bringen noch ein paar Extras mit die ich nicht so brauche. Aber was gibt’s für kostenlos??

Outliner mit Shortcuts

Als Basis ist workflowy ein Outliner mit einem Theme, und es lässt sich zwischen zwei Schrifttypen wählen. Dazu gibt es Shortcuts. Damit lassen sich die meisten Sachen, wie das ein- und ausklappen mit der Tastatur machen. Eine Übersicht über die Shortcuts gibt’s hier: Die Liste der Shortcuts als Bild

Sharing

Einzelne Stränge lassen sich auch mit anderen Leuten teilen. Entweder (kostenfrei) über einen privaten Link, oder (pro only) nur an einzelne Mitglieder auf Basis der Mailadresse. Dabei kann bei der kostenlosen Variante noch eingestellt werden, ob von anderen auch editiert werden kann. Die Listen können auch als RichText oder PlainText exportiert werden. Damit ließen sich gesharte Listen leicht in den OmniOutliner übertragen.

Einschränkungen für nicht Pros

Folgende Einschränkungen müssen nicht-Pros hinnehmen:

  • Nur ein Theke
  • Nur zwei Font-Typen
  • Sharing nur per Privatlink
  • Es lassen sich pro Monat nur 250 Elemente erstellen

Ähnlich dem Modell von DropBox lassen sich diese 250 Elemente aufstocken, indem weitere NutzerInnen geworben werden. Wenn ihr also Interesse habt, dann folgt diesem Link. Dann bekomme ich pro Person noch mal 250 Elemente im Monat gutgeschrieben. Wenn ihr über den Link geht, dann bekommt auch ihr dafür gleich 250 Elemente gutgeschrieben :D

Halbnativ auf dem Mac

Workflowy lässt sich mittels Fluid für den Mac als quasi-Programm betreiben. Damit ist es dann kein Browser Tab mehr sondern ein eigenes Fenster. Das bringt einen weiteren Vorteil mit sich, denn Workflowy bringt social media und tracking mit. So werden beim Laden FaceBook-Connect und google Analytics mitgeladen. Wenn Workflowy in der Fluid-Box läuft, dann lassen sich – wenn gewollt – über Little Snitch unliebsame Verbindungen sperren.

Regelmäßig auf die Ohren

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Da ich doch recht viel Zeit mit dem Hören von Podcasts verbringe habe ich mich entschlossen mal ein wenig zu verlinken was ich gerade im meinem Podcatcher der Wahl habe. Wenn ihr interessante Tipps für anderen Podcasts habt, immer her damit :) Es gibt da den ein oder anderen den ich zum Austauschen im Auge habe.

Der Computer kann alles. RSS

Opinionated RSS

Die Wahrheit RSS

Aktive Fachschaft Politikwissenschaft RSS

Aus Liebe zur Freiheit RSS

Besondere Umstände RSS

Build and Analyze RSS

Chaosradio RSS

Core Intuition RSS

CRE: Technik, Kultur, Gesellschaft RSS

das ARD radiofeature RSS

Der Lautsprecher RSS

DRadio Wissen – Online Talk RSS

Elementarfragen RSS

Fanboys RSS

heise Developer: SoftwareArchitekTOUR-Podcast RSS

heiter scheitern RSS

Hoaxilla – Der skeptische Podcast aus Hamburg RSS

Homo historicus RSS

hr2 Der Tag RSS

Hypercritical RSS

Iterate RSS

Jenseits der Geschlechtergrenzen RSS

Logbuch:Netzpolitik RSS

Mac Power Users RSS

mobileMacs RSS

netzpolitik.org » Netzpolitik-Podcast RSS

neunetz.com » Podcast RSS

Newz of the World RSS

Not Safe For Work RSS

nrrrdz RSS

Peach nerdz no hero RSS

Podcast des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung Marburg RSS

Pogoradio RSS

Retrozirkel RSS

Stuff Mom Never Told You RSS

(Ich gebe an dieser Stelle zu, dass ein paar der Feeds Eigenproduktionen sind ;D )

re:claim Transparenz

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Es war wieder re:publica und ich habe ein wenig gemerkt, dass sie mich immer weniger interessiert. Das hat nicht unbedingt was mit der re:publica, den Talks oder den Leuten zu tun. Für mich hat es was damit zu tun, dass ich die re:publica seit gut einem Jahr für mich abgehakt habe, weil mir die Tickets zu teuer sind. Wenn ich das richtig mitbekommen habe fingen die bei 90€ an (bin mir da sehr unsicher, aber eigentlich ist es ja fast egal, ich habe es halt unter teuer abgespeichert). Dazu würden dann noch die Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung kommen. Ich würde grob überschlagen mindestens 300€ einplanen (müssen) denke ich.

Ein Freund von mir hat auf der re:publica gearbeitet und hat mir erzählt, dass es dort Freibier gab. Er beschwerte sich darüber, dass die, die sich die hohen Ticketpreise leisten könnten dafür nun auch noch mit Freigetränken belohnt würden. Eine Perspektive, die ich im ersten Moment geteilt habe und wohl auch weiter teilen werden. Auch wenn die Freigetränke dafür sorgen, dass die Kosten für den Aufenthalt auf der Konferenz insgesamt sinken.

Ich habe gerade einfach mal auf Twitter nachgefragt und @ihdl hat mich aufgeklärt:

@gendalus am zweiten abend gabs ne ganze zeit lang freigetränke von sipgate, am ersten abend gabs auch bier von nem andern sponsor (Link)

Auf der Webseite habe ich spontan keine Auskünfte darüber gefunden, wie sich die re:publica eigentlich finanziert, wie viel der Kosten eigentlich über die Ticketpreise reingeholt werden, wie viel Geld von Sponsoren kommt, welche Sponsoren vielleicht besonders stark an der Finanzierung beteiligt sind, usw. Was die Finanzierung angeht ist die re:publica eine Backbox. Und das obwohl wir doch immer Transparenz fordern. An dieser Stelle könnte die re:publica als Vorbild voran gehen und zeigen wie große Veranstaltungen transparent organisiert werden können. Wie auch das Engagement von Sponsoren transparent gemacht werden kann. Es könnte ein Experimentierfeld sein, auch mal im Vor- und Nachhinein zu diskutieren welche Priorität auf solchen Veranstaltungen herrschen. Ist es wichtiger mehr Geld in Infrastruktur zu stecken um zuverlässiges Netz zu bekommen, oder doch vielleicht mehr Geld in Freibier, oder mehr Geld um niedrigere und/oder sozial ausgestaltete Ticketpreise zu bekommen, oder umfassende Barrierefreiheit in den Talks… Das könnte dann transparent verhandelbar werden.

Also: Transparenz nicht nur von den anderen Fordern, sondern selber ausprobieren – re:claim Transparenz

weldinggate als Befreiungsschlag

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Wie alles begann

Die Situation die mich gerade sehr beschäftigt beginnt in meinem Wahrnehmungsbereich in dem Moment, in dem über Twitter der Link zu einem Blogpost reinkommt. Verfasst von Noah Sow. Deren Lesung ich in Gießen leider verpasst habe. Ich las den Text und dachte mir die ganze Zeit abwechselnd *WTF* und *facepalm*. Ja, es können bei Veranstaltungen Sachen schief laufen. Das an sich ist dann auch noch kein Problem. Es scheint aber von den OrganisatorInnEn entweder niemand im Café gewesen zu sein, um die Location mal abzuchecken, oder niemand störte sich an dieser Lampe und/oder erkannte, dass diese Lampe ein no-go, nicht nur in diesem Zusammenhang, ist. Alle drei Möglichkeiten lassen unterschiedliche Schlüsse zu, die ich an der Stelle nicht vertiefen will. Jedenfalls wäre das ein Umstand gewesen, der locker vermieden hätte werden können; mit ein wenig sensibler Vorbereitung.

Der zweite, zeitlich davor liegende Punkt, ist die Unkenntnis, was hinter PoC steckt. Dass das Wissen darum nicht Usus ist, halte ich im Übrigen nicht für eine gültige Entschuldigung, sondern für ein Symptom. Denn es zeigt, dass die Auseinandersetzung mit Rassismus im Alltagsdiskurs nicht sonderlich differenziert ist. In der BRD verstehen wir mehrheitlich unter Rassismus eben die Einteilung in sogenannte Rassen und/oder die Diskriminierung von Menschen, denen zugeschrieben wird keine Deutschen zu sein (in der Alltagssprache dann Ausländer, Migranten oder Menschen mit Migrationshintergrund). Neben dem was im Alltag unter Rassismus verstanden wird, gibt es aber noch viele weitere rassistische Verhältnisse in unserer Gesellschaft. Diese sind in der Betrachtung meist ausgeschlossen. Was Rassismus ist und was nicht ist auch nicht unumstritten. So gab es bei der Frage, ob Sinti und Roma Entschädigungen für das während der Nazi-Zeit erlittene Unrecht zusteht keine Einigkeit. Es wurde gestritten ob die Verfolgung von Sinti und Roma rassistisch motiviert war (wobei es für mich gar keinen Zweifel daran gibt).
Rassistische Verhältnisse sind vielfältig. Die Unkenntnis über den Begriff PoC ist dann nichts weiter als ein Symptom für einen verkürzten Diskurs, für eine unzureichende Auseinandersetzung mit dem Thema (durch uns alle).

Der Beitrag von Noah Sow endet mit dem Aufruf:

Aufruf:
- Liebe weiße Antiras und Organisator_innen des Festival Contre Le Racisme in anderen Städten!
Bitte erklärt diesen Menschen, was ihr Problem ist, denn ich bin zu müde dazu und muss mich damit beschäftigen, den Terror zu verdauen.
Bitte erklärt doch auch präventiv dazu, warum die AStA meine Fahrt und Übernachtung trotzdem bezahlen muss. (Quelle)

Dem Aufruf folgt unter anderem @lantzschi. Ihr Beitrag dazu hier. Da es in der weiteren Auseinandersetzung nicht wirklich um den Inhalt des Beitrags geht, sondern mehr um @lantzschi als Person und alle Personen für die sie zu stehen scheint, werde ich auf den Beitrag nicht weiter eingehen.

Die Reaktion

Am nächsten Tag erscheint unter dem Titel “Im Herzen die Weißeste von Allen” ein Post bei Malte Welding. Der erste Beitrag, den ich von ihm gelesen habe. Und da war wieder dieses Gefühl zwischen *WTF* und *facepalm*. Und zwar weil der Post einmal richtig ins Internet kotzt, sich über geschlechtersensible Sprache lustig macht, versucht @lantzschi persönlich zu diskreditieren (eben anstatt sich mit der Position auseinander zu setzen) und das alles in einem herrschaftlichen Ton, der für mich am Ende sagt: Ich “habe halt einen Privilegienpenis und bin weiß wie Schnee.” (Quelle) Und das kann ich sein, denn ich habe deswegen nicht nur keine Nachteile, sondern auch noch Vorteile, HA!!

Besonders beachtlich finde ich dabei die Passage:

“Da lädt jemand eine Autorin ein, hat das Café, in dem gelesen wird, vorher nicht untersucht, und kennt die Abkürzung des in Deutschland nicht besonders üblichen Begriffs People of Color nicht: und wird dafür hingestellt, als hätte sie das Dritte Reich mit Gaskammern beliefert.” (Quelle)

Erstmal wird die Erfahrung von Noah Sow als unbedeutend, eine Lappalie hingestellt. Von einer Person, die nicht wissen kann wie es ist in dieser Situation ist. Ich kann auch nicht wissen, wie es in dieser Situation ist. Das ist genau der Grund warum ich diese Erfahrung nicht in Abrede stelle und in Abrede stellen würde. Was hier passiert ist nichts weiter als die Reproduktion von Machtverhältnissen; ein weißer Mann, der meint eine Situation, in der er nicht zugegen war und dessen Auswirkungen auf die Beteiligten er nicht verstehen kann(!) (und dass er sie nicht verstehen kann ist kein Vorwurf, sondern eine Tatsache), besser beurteilen zu können als eine der beteiligten Personen. Er sagt: Im Prinzip ist’s ja nicht so schlimm gewesen…

Dann wird auch noch die massenhafte, industriell organisierte Vernichtung von Menschenleben (in der Umgangssprache als Holocaust bezeichnet, obwohl unter anderen auch Sinti und Roma vernichtet wurden) als Gegenpol eingebracht. Diese soll im Satz den Gegenpol bilden, zu dieser doch total nichtig erscheinenden, also gar nicht erwähnenswerten Episode. Aber das ist nichts weiter als billigste Effekthascherei. Der Satz, kurz vor Ende des Artikels, soll am Ende noch einmal richtig reinhauen. Und da ist sich Malte Welding nicht zu schade auch noch den Holocaust aufzurufen. Das finde ich unglaublich schäbig. Ich finde, dass das ein Thema ist, dem es sich mit dem nötigen Ernst und der nötigen Sensibilität zu nähern gilt. Wer selbst dieses Thema nicht ernst genug nimmt und es einfach mal so gebraucht macht in letzter Konsequenz nichts weiter als das Thema zu verharmlosen, ob gewollt oder nicht. – Und das selbst wenn der inflationäre Gebrauch von Nazi-Vergleichen im Netz ja schon ein Treppenwitz ist -

Worum es eigentlich zu gehen scheint…

… schreibt Malte Welding später in einem Kommentar selbst: “ich bin, so sehe ich es nun einmal: nicht der Feind.” (Quelle) Denn die Diskussion die sich in Kommentaren, anderen Blogs und Twitter ausbreitete, hat für mich den Tenor, dass endlich mal einer auf den Tisch haut und was gegen diese besserwisserische Queer-Feministische-Antirassistische-PolitischKorrekte Szene sagt. Gegen die, die immer nur meckern… Julia Seeliger dazu: “Und wenn “ihr” (nämlich die super-oberkorrekten-queer-post-wasweißichwas-Checker_innen) meint, dass ihr mit einem solchen Ansatz Rassismus und Sexismus in diesem Lande (und außerhalb dessen bekämpfen) könnt, dann liegt ihr falsch.” (Quelle) “Ich zum Beispiel. Weil ich Gurkenkaiser, Lantzschi und andere mit ihrem nervigen queer-poststrukturalismus-Gelaber nicht mehr hören kann, sind sie auch nicht meine Bündnispartner. Es gibt keine Nähe mehr.” (ebd.) Und: “Mann, Gurkenkaiser – raffst du es nicht oder willst du es nicht raffen? […] Sorry, aber dich kann man nur noch anranten mit deiner theoretischen Arroganz. Und das mache ich sehr gerne.” (Quelle) Die Zitate sollen hierbei exemplarisch sein. Diese Position findet sich in vielen der Kommentare. Vielleicht nicht in der Deutlichkeit. Es scheint einen Frust zu gegeben, dass es da immer Leute (wahrgenommen aus immer der gleichen Ecke) gibt, die Kritik haben. Auch wenn das eigene Selbst einem/einer sagt, dass mensch selbst gar nicht das Problem ist. Das ich sagt “Ich bin doch eigentlich ok. Wir wollen doch das Selbe”. Ein Gefühl was ich auch kenne.
Aber wer hat denn gesagt, dass die Menschen die Kritik äußern, sich für etwas besseres halten, arrogant wären, auf einem hohem Ross säßen?? Ich habe den Eindruck, dass es sich noch immer um Abwehr handelt. Der Abwehr der Kritik, die gegen das Ich geht, das ertappt fühlt. Meine These: Dieses Unbehagen kanalisiert sich an der Stelle eben in Vorwürfe und Unterstellungen. Denn neben dem zweiten Punkt, den ich gleich erläutern will, war nicht viel Argumentation. @ihdl fasst, meinen Eindruck nach, passend zusammen: “Was für Argumente eigentlich? es geht doch nur darum zu beweisen, dass man gar nicht so schlimm ist, um sich besser zu fühlen.” (Quelle)

Worum es aber auch geht…

… ist die Verschiebung von Verantwortung. Es geht um die Frage wer hier eigentlich wem was erklären muss und wer nach wessen Regeln spielen muss. Der zweite Strang der sich durch viele Postings zieht, ist die Forderung danach, dass doch bitte (für die kritisierte Person verständlich) erklärt werden soll, was die Kritik gerade meint. Es scheint die Erwartungshaltung zu geben, dass wenn jemand Kritik äußert die Person bitte auch haarklein erklärt was denn gerade das Problem ist, am besten sich noch dafür kritisieren lässt, was nur in Ausnahmefällen nicht dazu führt, dass am Ende die kritisierende Person die ist, die an allem Schuld sein soll.
So gab es vor nicht allzu langer Zeit einen Podcast zur Gamescom, bei dem kritisch über den Sexismus bei sog. Messebabes (also Messehostessen) gesprochen wurde. Dieses Gespräch war der Aufhänger für ein weiteres Gespräch, in einem anderen Podcast mit zum Teil gleicher Besetzung, in dem sexistischer Scheiß über Messehostessen abgelassen wurde. Woraufhin es eine Beschwerde wegen eben diesem Scheiß gab. Darauf wurde reagiert, mit Abwehr und derailing. Ein Vorwurf war, dass wenn Leute ihre Kritik nicht äußern wollen, sie eben selbst scheiße sind. Es wurde eingefordert, dass die Personen die Kritik äußern, auch hier bitte erstmal ihre Kritik (konstruktiv) ausführen sollen. Ansonsten würde sich mit der Problematik auch erst gar nicht weiter auseinandergesetzt.
Ich habe es persönlich auch nicht versucht es zu erklären und es haarklein auseinander zu nehmen, also den Erklärbären zu spielen. Das hatte für mich zwei Gründe. Ich hatte zum Einen den (persönlichen und ja, es kann natürlich alles anders gemeint gewesen sein, aber ich glaube dem Betroffenen nicht, eben wegen der benutzten Sprache – unter Anderem Getrolle) Eindruck, dass es nicht darum geht die Kritik zu bekommen, um sich damit kritisch auseinander zu setzen. Es schien für mich nicht darum zu gehen sich selbst zu überprüfen,  es schien mir darum zu gehen etwas zu bekommen was widerlegt werden kann. Denn es ist eben schwer sich von einem Vorwurf frei zu sprechen den mensch gar nicht so wirklich kennt. Zum Anderen war es diese herrschaftliche Haltung, sich nicht mit Kritik auseinanderzusetzen, wenn hier nicht nach den eigenen Regeln gespielt wird, also die Kritisierenden sich dem Verlangen fügen die Kritik auszuführen. Um es zu veranschaulichen, es klingt nach “Mach was ich sage, erklär’ es mir oder ich ignoriere die Kritik. Denn ich kann es mir auch gut leisten es zu ignorieren.” Dass dann niemand bereit ist das ganze auszuführen ist für mich klar, denn es würde gleichzeitig die Unterwerfung unter diesen gesetzten Herrschaftsanspruch (“Du erklärst es Mir gefälligst”) bedeuten. Hier macht der Ton der Nachfrage eben einen großen Unterschied. Mit einer Nachfrage können unterschiedliche Inhalte transportiert werden. Ein interessiertes Nachfragen, welches deutlich macht, dass ein echtes Interesse an Selbstreflektion besteht ist eben was anderes als das Abfordern einer Erklärung. Einfach mal in die Situation versetzen und versuchen diese nachzuvollziehen.

Was ich gut verstehen kann…

… ist die Tatsache, dass es total schwierig und beunruhigend ist, wenn Kritik im Raum steht, die (auch potentiell) das eigene Selbst betrifft. Es geht mir darum zu zeigen, dass ich die Situation kenne, aber durchaus andere Reaktionen möglich sind. Ich war in der ersten Jahreshälfte auf einer Veranstaltung (da es hier nicht um die Veranstaltung an sich, sondern um die Situation geht, lasse ich das ganze abstrakt) bei der einige Konflikte aufgebrochen sind. Die Konflikte dreh(t)en sich um sexistisches Verhalten, Dominanzverhalten, um die Frage nach Ein- und Ausschlüssen und Privilegien. Es steht der Vorwurf im Raum, dass es Sexismus gab, dass es Dominanzverhalten gab, dass das zu Verletzungen und Ausschlüssen führt. Und ich saß da, war entsetzt, weil ich davon nichts mitbekommen habe und ich mich fragte “Habe ich was nicht mitbekommen”, “Habe ich was nicht mitbekommen und bin deswegen nicht eingeschritten”, “Bin ich damit gemeint und wenn ja was habe ich falsch gemacht”. Mich hat das nicht nur auf dem Weg nach Hause beschäftigt, sondern in dieser Intensität mindestens die gesamte darauf folgende Woche.  Mir machte vor allem zu schaffen, dass die Kritik abstrakt, nicht konkret im Raum stand. Es hat mich gefrustet und aufgeregt, nicht genau zu wissen was das Problem ist, wo ich meinen Anteil dabei habe und wie ich mich verhalten kann. Zwischenzeitlich war ich auch wütend wegen der Situation. Aber ich habe nicht bei den Kritisierenden nachgefragt, nicht verlangt, dass mir jemand erklärt was denn jetzt schief gelaufen ist. Auch wenn es mir schwer fiel. Der Grund dafür, dass ich nicht nachfragte war kein Desinteresse. Ich wollte es wissen. Ich hatte aber vorher mitbekommen, dass es eben doch der einfachste Weg ist sich von anderen erklären zu lassen was denn gerade falsch gelaufen ist. Es entbindet eineN selbst nämlich davon das eigene Verhalten kritisch zu reflektieren. Und es macht doch auch einen schönen Anschein, dass das eigene Verhalten doch so lange ok ist, bis sich jemand beschwert. Als wäre alles in Ordnung wenn sich niemand beschwert. Aber das bürdet eben denen, die unter dem eigenen beschissenen Verhalten leiden, die Verantwortung auf, mein Verhalten zu reflektieren, mir den Spiegel vorzuhalten. Quasi eine doppelte Vergesellschaftung dieser Personen. Und nein, ich will die Verantwortung für mein Verhalten niemandem anderen aufbürden, soweit es geht.
Ich habe mir in meinem Umfeld Personen gesucht, mit denen ich über das ganze reden konnte, die unbeteiligt waren. Und ich habe gemerkt dass ich die Kritik aushalten kann. Ich habe gemerkt, dass es mir hilft über mich und mein Verhalten nachdenken zu können, wenn ich eben nicht versuche einfach Kritik einzufordern. Denn diese Kritik würde die Betrachtung wieder nur Fokussieren und damit blinde Flecken, Leerstellen lassen. @ihdl gab zu dem Thema den richtigen “tipp: die abwehrreaktionen bei der frage, was strukturelle dominanz mit einer selbst macht, erstmal im inneren dialag durchgehen” (Quelle). Kritik aushalten, sich mal selbst fragen. Für mich war es der richtige Weg im Umgang mit der Situation. Try it yourself.

Es bleibt am Ende aber wieder vieles ungeschrieben, aber das musste ich mir auch einfach von der Seele schreiben. Nicht um mich über jemanden zu stellen. Nicht um auf einem hohen Ross zu sitzen, sondern in der Hoffnung, dass diese beschissenen Verhältnisse am Ende des Tages ein wenig weniger beschissen ist. Vielleicht um ein wenig Anregung gegeben zu haben.

Wissenschaft und Text

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In meinen Studium setze ich mich unter anderem mit Netzpolitik auseinander. Ein Themenfeld zu dem es vergleichsweise wenig wissenschaftliche Literatur gibt. Viele Quellen sind dabei im Netz. An sich kein Problem, denn die Politikwissenschaft ist darauf vorbereitet, dass es Quellen im Internet gibt. Quellenverweise werde im Leitfaden für das (politik)wissenschaftliche Arbeiten (aus Marburg) sieht dabei Beispiele wie folgt vor:

Paust, Andreas: Erfolgsbedingungen und Wirkungen von kommunalen Bürgerbegehren. 2003. – http://www.buergerbegehren.de/texte/dresden.htm, Zugriffsdatum: 14.04.2004

Schubert, Klaus / Klein, Markus: Das Politiklexikon. Kap. Volksabstimmung. in: Das Politiklexikon. Bonn : J.H.W. Dietz, 2001. – http://www.bpb.de/popup_lemmata/ ZH4N1X/Abstimmung.html, Erstellungsdatum: 14.04.2004

Problematisch dabei für mich ist, dass die Wissenschaft bisher nicht darauf vorbereitet ist, dass Wissen über ein anderes Medium als geschriebenen Text verbreitet wird. Nicht zuletzt durch eigene Produktionen weiß ich, dass Wissen auch über Vorträge und Ähnliches verbreitet wird. So erscheinen zu längst nicht allen Vorträgen, die als Podcasts im Netz zu Verfügung stehen, auch entsprechende Artikel oder Bücher. Oder diese Artikel und/oder Bücher sind nicht verfügbar oder sind unerschwinglich. Ein Problem auf das ich häufiger gestoßen bin.

Podcasts (oder auch einfach nur Audio-/Videoaufnahmen) können dabei eine Quelle wie jede andere sein. Sie können eine wissenschaftliche Abhandlung zu einem Thema sein. Sie können aber auch eine Dokumentation einer Veranstaltung sein, zu der kein Protokoll existiert, oder das Protokoll, wenn es kein Wortprotokoll ist, ist durch Zusammenfassung vielleicht verfälscht. Es spricht an der Stelle sogar einiges dafür eine Aufnahme einem Protokoll vorzuziehen. Bisher fallen mir keine zwingenden Gründe ein, warum Podcasts nicht als Quellen geeignet seien sollen, wäre an Kritik aber sehr interessiert.

Nun gibt es meiner Ansicht nach zwei Möglichkeiten mit solchen Aufnahmen umzugehen. Zum einen könnte die Aufnahme, analog zu aufgezeichneten Interviews im Rahmen qualitativer Analyseverfahren, komplett transkribiert werden. Hier kämen gleich mehrere positive Aspekte zusammen. Zum eine wird die Aufnahme durchsuchbar und es lassen sich eben qualitative Analysemethoden auf den Text anweden. Auch werden Audioaufnahmen für Personen zugänglich, die nicht oder nur schlecht hören können. Gerade für wörtliche Zitate ist es eh unabdingbar zu transkribieren. Nur muss ich auch sagen, dass es schlicht schwer möglich ist, viele Audioaufnahmen zu transkribieren. Das wird im Studium gerade für Bachelor-StudentInnEn zunehmend unmöglich, da der Aufwand unglaublich hoch ist – die Faustformel lautet, dass auf eine Minute Aufnahme ca. 10 Minuten Transkribieren kommen. Das ist selbst für mich nicht wirklich leistbar. Ich habe in meiner aktuellen Hausarbeit drei Aufnahmen verarbeitet.

Zum anderen kann die Aufnahme auch wie ein Artikel behandelt werden. Beim Zitieren und Belegen von Artikeln geht es ja darum die Referenz zur Quelle des Gedankengangs, der Zahlen oder der Forschungsergebnisse offen zu legen. Das Ziel ist dabei Nachvollziehbarkeit. Diese ermöglicht auch die kritische Überprüfung der zugrunde gelegten Daten. Die Referenzen sollten meiner Ansicht nach so genau wie möglich sein. So lehne ich es ab einfach nur komplette Artikel zu referenzieren, wenn es um einen expliziten Gedankengang oder spezifische Daten geht. So eine Praxis findet sich oft in US-Amerikanischen Journals. Mindestens die Eingrenzung auf Seitenzahlen muss dabei sein. Seitenzahlen machen es den LeserInneN viel einfach die Quelle nachzuvollziehen. Nun haben Aufnahmen leider keine Seitenzahlen. Selbst dann nicht, wenn sie transkribiert worden sind. Deswegen schlage ich vor die Quellenangaben einfach mit Time-Codes zu versehen. So zitiere ich in meiner aktuellen Hausarbeit wie folgt im Fließtext:

(vgl. Beckedahl: 2011a, ab 00:20:00)

Natürlich verbunden mit der ordentlichen Quellenangabe im Quellenverzeichnis:

Beckedahl, Markus (2011a): Markus Beckedahl – Die Digitale Gesellschaft erklären. http://www.youtube.com/watch?v=Cg1iXsWoALc. Zugriffsdatum: 20.09.2011.

Hätte ich wörtlich zitiert, dann wäre mir das Transkribieren nicht erspart geblieben. Aber so ist es möglich das Gesagte zusammen zu fassen und trotzdem möglichst zielgenau zu belegen.

Zwei Fragen zum Schluss. Sind euch schon mal andere Möglichkeiten zum Belegen unter gekommen?? Und wie könnte diese Art noch verbessert werden??

Wir machen weiter mit Sexismus und Homophobie

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Endlich komme ich dazu den Brief And One’s an ihre Fans zu kommentieren.

Steve hat diesen Brief am 22. Juli schon veröffentlicht und versucht darin deutlich zu machen, warum And One nach dem dritten Konzert der Tour mit Unheilig die restlichen Termine der Tour abgesagt hat. Ich spare mir an dieser Stelle jeglichen Spott, jegliche Häme über die bittere Erkenntnis was es bedeutet mit dem Grafen aufzutreten.

Viel interessanter als die eigentliche Nachricht und die eigentliche Erkenntnis von Steve finde ich was er beiläufig zu Themen geschrieben hat, die mich hier und Adrian Lang hier beschäftigt haben. Denn Steve nimmt unter anderem Bezug auf den Titel Zerstörer:

“Den Kommerzvorwurf hatte ich am Anfang auch garnicht richtig verstanden, zumal ich mir sicher war, dass unsere Fans eigentlich am besten wissen müssten, dass eine Band, die “Deutscher sei Stolz” oder “Sieger ficken keine Tunten” singt, monatelang kein einziges Interview gibt, mit Armbinde auf der Bühne rumprollt  oder wie bei der letzten Platte nicht mal eine einzige Single auskoppelt wohl alles andere vorhat, als sich beim VIVA oder Radiopublikum einzuschleimen. Ich dachte, dass wäre allen klar!?” (Quelle)

Klar wird an der Stelle, dass wohl einige Sachen doch nicht so klar sind wie Steve denkt. Es scheint als würden Textpassagen wie “Sieger ficken keine Tunten” und “Deutscher sei Stolz” vor allem in den Texten auftauchen um zu provozieren. Um sich von VIVA- und Radiopublikum klar abzugrenzen. Und den Leuten in der Schwarzen Szene und den Fans müsste also klar sein, dass es nur Provokation ist, ein Spiel mit Tabus. Naja, dem scheint ja nicht so…

Aber gegen wen soll sich denn diese Provokation richten?? Mit was sollen denn provoziert werden?? Das VIVA- und Radiopublikum kann sich ja nur durch Aussagen provoziert fühlen, die seinem Einstellungs- und Normenset widerspricht. Da wäre die Möglichkeit, dass allein die Erwähnung von “Ficken” provozieren soll. Ganz ehrlich, wer auch im Mainstream fühlt sich denn heute noch wirklich provoziert, wenn irgendwo “Ficken” gesagt wird?? In einer Zeit in der es “Ficken” sogar als Getränk gibt. Ich will nicht sagen, dass sich niemand provoziert fühlen würde, aber das Gros der Leute reagiert auf “Ficken” wohl eher gelangweilt als schockiert… Übrig bleibt die Möglichkeit, dass die in “Sieger Ficken keine Tunten” deutlich werdende Homo-/Tuntophobie provozieren soll. Das würde dann bedeuten, dass das “Politisch Korrekte” Publikum von Radio und VIVA sich an Homophobie stören muss. Nun stimmt es zwar, dass immer häufiger, nach ausländerInnEn-, juden-, LGBTQ-, frauen-, usw.-feindlichen Witzen Menschen einschreiten und die Witze dann entschuldigt werden, dass es doch nur Humor sei, aber von einer “Politisch Korrekten” oder um es treffender zu sagen von einer respektvollen, offenen und toleranten Hegemonie sind wir ziemlich weit entfernt. Oder wo waren die großen Proteststürme wenn homophobe MusikerInnen wie Eminem, die “No-Homo”-Fraktion der US-Rapper, usw. bei VIVA oder im Radio vorkommen?? Ich kann mich nicht erinnern…

Im Gegenteil, soweit ich das sehen kann ist es noch immer hegemonial, dass Witze über so genannte Minderheiten gemacht werden, dass Homosexuelle u.a. bei Erbschaften, Lebenspartnerschaften und Steuern benachteiligt werden. Und während ich dies schreibe lese ich über Twitter, dass an eine Wand des Autonomen Schwulen-Trans*-Queer-Referats der Uni Gießen u.a. ein Hakenkreuz gesprüht wurde. Um es kurz zu machen: Homophobie, wenn auch nicht immer ganz offen, gibt es noch immer im Mainstream dieser Gesellschaft, der wohl mit VIVA- und Radiopublikum gemeint war. Konsequenterweise würde das bedeuten, dass sich eine Band die den Mainstream provozieren will nicht homophoben Zeugs bedienen, sondern dies kritisieren sollte. Das nackte Gesicht ihrer mainstreamigen Selbst zeigen, mit all der Intoleranz in den Köpfen dahinter. Chance vertan… So kichern nur die, die mit dem Text kein Problem haben und den Text “rebellisch” finden, was er nicht ist. Der Text eckt an, aber eben nicht bei dem VIVA- und Radiopublikum, sondern bei Leuten aus der Szene die ein Problem mit Homophobie haben… Und wenn das so der Fall ist, dann war es entweder Absicht, dass diese Leute getroffen werden oder handwerklich schlecht.

Und der normale Sexismus

Zum Abschluss noch zwei Zitate, der erste soll vergleichend erläutern, dass die richtigen Leute Sachen schon nicht falsch verstehen:

“Das fühlt sich an wie eine alte Ehe, wo der Mann der Frau hinterherruft “Wenn du aus der Küche zurückkommst, dann bring Bier mit, du dusselige Kuh!” und die Frau kichert ihn darauf mit nem süßen Blick an.” (Quelle: ebd.)

Es braucht wohl keine weitere Erläuterung. Und dass Steve ein ganzer Mann ist beweist er natürlich auch:

“Ich war wieder ganz der Alte und meine Batterien waren wieder voll aufgeladen. Mein Schatz hat dies in der selben Nacht noch zu spüren bekommen! Die Arme! Mittlerweile kann sie aber wieder gerade laufen ;) ” (Quelle: ebd.)

Insgesamt erklärt der Artikel vieles, auch Fragen die er sicher nicht beantworten wollte. Leider macht es das nicht besser…

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