Da in den letzten Wochen mal wieder die Debatte aufkam, was Regeln von sozialen Netzwerken wie FaceTube und Twitter für (queer-)feministische Inhalte bedeuten, hier ein kleiner Blick in die selbe Debatte 2009.

Gender Trouble in Web 2.0: Gender Relations in Social Network Sites, Wikis and Weblogs

Abstract:

This paper explores gender relations on social network sites, wikis and weblogs: the gendered design and use, presentations of gendered identities, possibilities for feminist, queer and gender politics, and the negotiations of gender topics in web 2.0. It provides a review of early feminist discourses regarding the internet and some theoretical considerations on web 2.0 and feminism. It goes on to discuss initial empirical results obtained from other studies about gender relevance in web 2.0 as well as my own findings based on considerations of online documentation and press reports about two gender relevant incidents in web 2.0. This overview shows that while an insistence on binary gender roles can be observed in the design and use of social network sites, weblogs offer space for diverse identity constructions as well as for queer subject construction and politics without referring to offline identities. Finally, wikis as well as social network sites appear to provide a platform for tough struggles about gender issues

Pünktlich zu jeder Wahl, die es schafft innerhalb der Social Media-Kanäle etwas Relevanz zu erlangen sind sie immer wieder da: “Statistik-“gestützte “Wahlanalysen”.

Was ich meine ist nicht etwa eine differenzierte Analyse der Wahlergebnisse die sich auf nachvollziehbare statistische Daten stützt. Nein, ich meine Tweets, die gefühlt zwei Sekunden nach Verkündung des Wahlergebnisses, meinen eine umfassende Interpretation der Wahl zu liefern und diese mit “Statistiken” unterstützen. Meist (fast immer) sind diese “Statistiken” nicht verlinkt, sondern es handelt sich um Bilder von irgendwelchen Tabellen, Diagrammen oder sonstigen nach Fakten aussehenden Fragmenten. Alternativ wird auf einen Tweet mit solchen Fragmenten gelinkt. Was fast immer fehlt ist eine Quellenangabe. Also die Möglichkeit nachzuvollziehen, wer hat die “Daten” erhoben, wie sind die “Daten” erhoben worden, wie viele Personen sind befragt worden, welche Personen sind befragt worden etc..

Warum das wichtig ist? Seit Monaten ist das Gerede über Fake-News groß. Über Sachen, die sich einfach jemand ausgedacht hat, um eine Stimmung zu erzeugen. Ich will nicht behaupten, dass Nachvollziehbarkeit von Daten absolut verhindern kann, dass sich jemand einfach was ausdenkt, aber es macht es aufwendiger einfach irgendwelchen Bullshit zu verbreiten (ob er nun der eigenen Meinung entspricht oder nicht).

Noch immer auf die Ohren

Am 08.03.2012 habe ich hier einmal gepostet, was ich für Podcasts höre. Seitdem ist einiges an Zeit vergangen. Nachdem ich mich neulich im Jabber mal wieder über Podcasts unterhalten habe hier die aktuelle Liste von dem was ich höre.

Kleine Anmerkung: Es sind ein paar Podcasts dabei, bei denen keine neuen Folgen mehr erscheinen. Ich behalte diese aber im Podcatcher in der leisen Hoffnung, dass sie einmal fortgesetzt werden.