{"id":166,"date":"2011-10-27T00:29:27","date_gmt":"2011-10-26T22:29:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gendalus.de\/?p=166"},"modified":"2011-10-27T00:29:29","modified_gmt":"2011-10-26T22:29:29","slug":"wissenschaft-und-text","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gendalus.de\/?p=166","title":{"rendered":"Wissenschaft und Text"},"content":{"rendered":"<p>In meinen Studium setze ich mich unter anderem mit Netzpolitik auseinander. Ein Themenfeld zu dem es vergleichsweise wenig wissenschaftliche Literatur gibt. Viele Quellen sind dabei im Netz. An sich kein Problem, denn die Politikwissenschaft ist darauf vorbereitet, dass es Quellen im Internet gibt. Quellenverweise werde im Leitfaden f\u00fcr das (politik)wissenschaftliche Arbeiten (aus Marburg) sieht dabei Beispiele wie folgt vor:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Paust, Andreas: Erfolgsbedingungen und Wirkungen von kommunalen B\u00fcrgerbegehren. 2003. \u2013 http:\/\/www.buergerbegehren.de\/texte\/dresden.htm, Zugriffsdatum: 14.04.2004<\/p>\n<p>Schubert, Klaus \/ Klein, Markus: Das Politiklexikon. Kap. Volksabstimmung. in: Das Politiklexikon. Bonn : J.H.W. Dietz, 2001. \u2013 http:\/\/www.bpb.de\/popup_lemmata\/ ZH4N1X\/Abstimmung.html, Erstellungsdatum: 14.04.2004<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Problematisch dabei f\u00fcr mich ist, dass die Wissenschaft bisher nicht darauf vorbereitet ist, dass Wissen \u00fcber ein anderes Medium als geschriebenen Text verbreitet wird. Nicht zuletzt durch eigene Produktionen wei\u00df ich, dass Wissen auch \u00fcber Vortr\u00e4ge und \u00c4hnliches verbreitet wird. So erscheinen zu l\u00e4ngst nicht allen Vortr\u00e4gen, die als Podcasts im Netz zu Verf\u00fcgung stehen, auch entsprechende Artikel oder B\u00fccher. Oder diese Artikel und\/oder B\u00fccher sind nicht verf\u00fcgbar oder sind unerschwinglich. Ein Problem auf das ich h\u00e4ufiger gesto\u00dfen bin.<\/p>\n<p>Podcasts (oder auch einfach nur Audio-\/Videoaufnahmen) k\u00f6nnen dabei eine Quelle wie jede andere sein. Sie k\u00f6nnen eine wissenschaftliche Abhandlung zu einem Thema sein. Sie k\u00f6nnen aber auch eine Dokumentation einer Veranstaltung sein, zu der kein Protokoll existiert, oder das Protokoll, wenn es kein Wortprotokoll ist, ist durch Zusammenfassung vielleicht verf\u00e4lscht. Es spricht an der Stelle sogar einiges daf\u00fcr eine Aufnahme einem Protokoll vorzuziehen. Bisher fallen mir keine zwingenden Gr\u00fcnde ein, warum Podcasts nicht als Quellen geeignet seien sollen, w\u00e4re an Kritik aber sehr interessiert.<\/p>\n<p>Nun gibt es meiner Ansicht nach zwei M\u00f6glichkeiten mit solchen Aufnahmen umzugehen. Zum einen k\u00f6nnte die Aufnahme, analog zu aufgezeichneten Interviews im Rahmen qualitativer Analyseverfahren, komplett transkribiert werden. Hier k\u00e4men gleich mehrere positive Aspekte zusammen. Zum eine wird die Aufnahme durchsuchbar und es lassen sich eben qualitative Analysemethoden auf den Text anweden. Auch werden Audioaufnahmen f\u00fcr Personen zug\u00e4nglich, die nicht oder nur schlecht h\u00f6ren k\u00f6nnen. Gerade f\u00fcr w\u00f6rtliche Zitate ist es eh unabdingbar zu transkribieren. Nur muss ich auch sagen, dass es schlicht schwer m\u00f6glich ist, viele Audioaufnahmen zu transkribieren. Das wird im Studium gerade f\u00fcr Bachelor-StudentInnEn zunehmend unm\u00f6glich, da der Aufwand unglaublich hoch ist &#8211; die Faustformel lautet, dass auf eine Minute Aufnahme ca. 10 Minuten Transkribieren kommen. Das ist selbst f\u00fcr mich nicht wirklich leistbar. Ich habe in meiner aktuellen Hausarbeit drei Aufnahmen verarbeitet.<\/p>\n<p>Zum anderen kann die Aufnahme auch wie ein Artikel behandelt werden. Beim Zitieren und Belegen von Artikeln geht es ja darum die Referenz zur Quelle des Gedankengangs, der Zahlen oder der Forschungsergebnisse offen zu legen. Das Ziel ist dabei Nachvollziehbarkeit. Diese erm\u00f6glicht auch die kritische \u00dcberpr\u00fcfung der zugrunde gelegten Daten. Die Referenzen sollten meiner Ansicht nach so genau wie m\u00f6glich sein. So lehne ich es ab einfach nur komplette Artikel zu referenzieren, wenn es um einen expliziten Gedankengang oder spezifische Daten geht. So eine Praxis findet sich oft in US-Amerikanischen Journals. Mindestens die Eingrenzung auf Seitenzahlen muss dabei sein. Seitenzahlen machen es den LeserInneN viel einfach die Quelle nachzuvollziehen. Nun haben Aufnahmen leider keine Seitenzahlen. Selbst dann nicht, wenn sie transkribiert worden sind. Deswegen schlage ich vor die Quellenangaben einfach mit Time-Codes zu versehen. So zitiere ich in meiner aktuellen Hausarbeit wie folgt im Flie\u00dftext:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 11.0px Monaco;\">(vgl. Beckedahl: 2011a, ab 00:20:00)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Nat\u00fcrlich verbunden mit der ordentlichen Quellenangabe im Quellenverzeichnis:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Beckedahl, Markus (2011a): Markus Beckedahl &#8211; Die Digitale Gesellschaft erkl\u00e4ren. http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Cg1iXsWoALc. Zugriffsdatum: 20.09.2011.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>H\u00e4tte ich w\u00f6rtlich zitiert, dann w\u00e4re mir das Transkribieren nicht erspart geblieben. Aber so ist es m\u00f6glich das Gesagte zusammen zu fassen und trotzdem m\u00f6glichst zielgenau zu belegen.<\/p>\n<p>Zwei Fragen zum Schluss. Sind euch schon mal andere M\u00f6glichkeiten zum Belegen unter gekommen?? Und wie k\u00f6nnte diese Art noch verbessert werden??<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_166 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_166')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_166').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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